Tarifvertrag ig metall 2018 laufzeit

Im Mai 2012 unterzeichneten die Sozialpartner der deutschen Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg einen neuen Tarifvertrag. Die Beschäftigten in der Industrie erhalten Lohnerhöhungen, und die Vereinbarung sieht auch neue Regelungen für Leiharbeitnehmer und Auszubildende in metallverarbeitenden Betrieben vor. Sie hat eine Laufzeit von 13 Monaten und dient als Pilotvereinbarung für andere Regionen. Ende desselben Monats wurde außerdem eine gesonderte Vereinbarung über Leiharbeitnehmer in der Branche geschlossen. Die Vereinbarung sieht eine Lohnerhöhung von 4,3 Prozent über 27 Monate sowie einige Zusatzzahlungen vor. Die IG Metall hatte eine Erhöhung um sechs Prozent gefordert, die Arbeitgeber zunächst 2,3 Prozent. Die Gewerkschaft lehnte ein späteres Angebot einer 6,8-prozentigen Erhöhung zugunsten der Forderung nach Arbeitszeitverkürzung ab. Umfang: Der Tarifvertrag der Volkswagen AG gilt für knapp 120.000 Mitarbeiter in den Werken Wolfsburg, Braunschweig, Hannover, Salzgitter, Emden und Kassel sowie der Volkswagen Financial Services AG. In Bezug auf die Bedingungen der Vereinbarung hob Huber die neuen Bedingungen für Leiharbeitnehmer in metallverarbeitenden Betrieben hervor und sagte, dass der Kompromiss den Arbeitsteilungen in den Betrieben entgegengewirkt habe, während gleichzeitig die Tarifverträge der IG Metall flexible Lösungen für eine “flüchtige Wirtschaft” lieferten. Ferner wurde eine Einigung über die Verlängerung der seit 2019 geltenden Option zur Umwandlung zusätzlicher Vergütungen aus dem Tarifvertrag in sechs Tage bezahlten Urlaub erzielt. Künftig gilt die Option für Mitarbeiter, die sich um ein Kind unter 12 Jahren kümmern. Früher lag die Obergrenze bei 10 Jahren. Im Jahr 2020 haben sich bereits 9.400 Eltern für den zusatzurlaub entschieden.

Die Konversionsoption für Eltern und Pflegende Angehörige wird ebenfalls erweitert. Die Umstellung wird nun in bis zu fünf statt in zwei Jahren möglich sein. Es ist bezeichnend, dass die Betriebsräte mehr Mitbestimmungsrechte erhalten haben und Verhandlungen zur Regelung des Einsatzes von Leiharbeitnehmern durch einen Betriebsvertrag fordern können. Die Themen für eine solche Vereinbarung können vom Zweck und dem Einsatzgebiet, dem Umfang der Leiharbeit bis hin zur unbefristeten Beschäftigung dieser Arbeitnehmer reichen. Der zweijährige branchenweite Tarifvertrag wurde zwischen der Gewerkschaft und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall nach mehreren angespannten Verhandlungsrunden und einer Serie von 24-stündigen “Warnstreiks” unterzeichnet – der erste dieser Art seit 34 Jahren. In der Pilotvereinbarung in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg wurde in vier Hauptbereichen eine Einigung erzielt. Das Abkommen betrifft 900.000 Arbeitnehmer im industriellen Kernland Deutschlands. Es ist wahrscheinlich, dass Arbeitgeberorganisationen in anderen Regionen die gleichen Bedingungen unterzeichnen werden, die insgesamt 3,9 Millionen Arbeitnehmer umfassen. Die kürzlich geschlossene Vereinbarung ermöglicht die uneingeschränkte Entsendung von Leiharbeitnehmern in jedem Unternehmen für 18 Monate.

Nach Ablauf dieser Frist muss das Unternehmen prüfen, ob der betreffende Leiharbeitnehmer einen direkten unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten kann. Darüber hinaus soll das mobile Arbeiten weiter vereinfacht werden. Bei Arbeitnehmern, die den Beginn und das Ende ihres Arbeitstages selbst bestimmen können, wird es künftig möglich sein, die Ruhezeit von 11 auf 9 Stunden zu reduzieren. So erhalten Eltern, die sich in der mobilen Arbeit engagieren, die Möglichkeit, ihre Arbeit am Abend zu unterbrechen, um sich um die Kinder zu kümmern und danach weiterhin E-Mails zu schreiben. Die verkürzte Ruhezeit wird später ausgeglichen. Darüber hinaus kamen die Parteien überein, Verhandlungen aufzunehmen, um die erfolgsabhängige Vergütungskomponente für arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die unter den Tarifvertrag fallen, bis zum 30. September 2020 umzugestalten. Am 19. Mai 2012 begrüßte der Vorsitzende von Südwestmetall, Rainer Dulger, den jüngsten Kompromiss in der Metallindustrie (siehe Pressemitteilung).

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